Marie tastete vorsichtig in ihren Empfindungen herum, ungefähr so wie ihre Zunge in ihrem Mund herumtastete, wenn sie Zahnschmerzen hatte. Sie war ein wenig überrascht, dass sie auf keine akut schmerzende Stelle in ihrem Herzen traf. Offenbar heilte die Zeit doch viel mehr Wunden, als sie gedacht hatte. Vielleicht könnte sie sich doch wieder mal einem Mann öffnen? Aber das müsste schon ein ganz Besonderer sein...
Eigentlich will die Illustratorin Marie Haslinger in der Reha-Klinik nur ihr Bein auskurieren. Aber als plötzlich
eine Leiche im Schwimmbecken treibt, ist es vorbei mit der Ruhe.
Und dann ist da auch noch dieser charmante Bezirksinspektor, der Marie mehr den Kopf verdreht, als ihr lieb
ist.
Mit Hilfe ihrer kartenlegenden Nachbarin macht sich Marie auf die Suche nach dem Mörder und bringt sich dabei selbst
in höchste Gefahr...
Andi hielt sie fest umschlossen. »Endlich! Ich hab dich so sehr vermisst!« Er vergrub sein Gesicht in ihren Locken.
»Und ich erst!« Marie nahm sein Gesicht in ihre Hände und studierte es eingehend. »Gottseidank, du bist immer noch so fesch wie in meiner Erinnerung. Ich hatte schon Angst, dass ich mir in einer Art Stockholm-Syndrom nur eingebildet hab, dass ich auf dich steh!«
Marie Haslinger freut sich auf eine romantische Vorweihnachtszeit mit Andi in Bad Aussee. Aber schon am ersten Tag ihres Aufenthalts wird ein Mann erstochen und Andi stürzt sich voller Eifer in die Ermittlungen. Als auch noch eine zweite Leiche auftaucht ist Marie schwer frustriert, weil Andi sich kaum noch blicken lässt. Da kommt ihr der fesche Simon gerade recht, um ihrdie Zeit zu vertreiben. Andis Reaktion darauf gibt Marie genauso Rätsel auf, wie die Suche nach dem Mörder ...
»Oh mein Gott!« Andi wandte sich ihr mit aufgerissenen Augen zu. »Da unten liegt einer! Zwischen den Felsen!« Er stürmte an ihr vorbei und die Holztreppe hinunter.
Marie stand schnell auf und ging mit weichen Knien vor zur Brüstung und schaute hinunter. Tatsächlich, zwischen den Felsblöcken, ein Stück unter dem Weg lag in ziemlich verdrehter Haltung ein grauhaariger Mann, der ganz in Schwarz gekleidet war. Marie wurde leicht übel.«
Bei einer Wanderung zur Tressensteinwarte finden Marie und Andi eine Leiche. Andi und seine neue LKA-Kollegin Feli ermitteln und finden schnell heraus, dass der Tote nicht so unschuldig war, wie sein Beruf vermuten ließ.
Marie hat inzwischen ganz andere Sorgen, sie muss Arbeit finden und einer Freundin helfen.
Aber als Andi beginnt, in eine Richtung zu ermitteln, die Marie gar nicht gefällt, macht sie sich selbst auf die Suche nach dem Mörder und kommt ins Zweifeln. Ist schon wieder jemand aus ihrem Umfeld zum Täter geworden?